Oldenburg/Berlin. Schleppern darf nicht die Entscheidung überlassen werden, wer das Recht oder Glück hat, nach Europa zu fliehen – mit diesem Argument setzte sich die Bundesministerin für Verteidigung, Frau Dr. Ursula von der Leyen, auf dem Bundeskongress des RCDS unter anderem dafür ein, sichere Zugangswege für die Flüchtlinge zu schaffen – eine Kooperation mit der Türkei ist dabei einer der Bausteine für eine europäische Lösung der Flüchtlingswelle. Darüber hinaus setzte der RCDS Zeichen im Bereich der Hochschulpolitik mit Verbesserung der Zugangsbedingungen für Flüchtlinge zu den Hochschulen sowie der Förderung von Frauen in der Wissenschaft. Der RCDS Oldenburg wurde für seine Öffentlichkeitsarbeit mit dem Blauen Löwen in Silber im Bereich Präsentation ausgezeichnet.
Für den RCDS Oldenburg als Ausrichter der diesjährigen Bundeskonferenz war der Kongress ein voller Erfolg und mit viel Anerkennung für die geleistete Arbeit vor Ort durch den Bundesverband wie auch durch die Bürgermeisterin der Stadt Oldenburg, Annelen Meyer, verbunden. Sie unterstrich, dass sich die Verwaltung und der Rat darauf freut, die Stadt gemeinsam mit den Studierenden weiter zu entwickeln.
„Wir haben den RCDS-Mitgliedern einen exzellenten Wissenschaftsstandort vorzeigen können und konnten Hochschulpolitik auf Bundesebene maßgeblich mitgestalten!“ – So der Vorsitzende des RCDS Oldenburg, Daniel Kaszanics, nach dem Ende der Tagung. „Der verliehene Blaue Löwe für die Präsentationsleistung ist für uns ein toller Erfolg und spornt uns zum weitermachen an.“ so der Vorsitzende abschließend.
Die Kongressteilnehmer verabschiedeten den Leitantrag „Studierfähige Flüchtlinge fördern – Hochschulzugang ermöglichen“. Der RCDS spricht sich dabei für den Ausbau der Studienberatungen, der Verbesserung der Zulassungsverfahren (Studierfähigkeitstest) und der Ausweitung der Patenschaftsprogramme aus. Die Hochschulen müssen bei der Umsetzung durch Land und Bund Unterstützung finden. Darüber hinaus diskutierten die Teilnehmer über den Stand des Bologna-Prozesses in Europa, den Ausbau der Frauenförderung in der Wissenschaft, die Verbesserung der Mobilität von Studierenden sowie die Auswirkungen der Dokumentationspflicht des Mindestlohns für Studierende an den Hochschulen.