Wo und wie wollen wir in unserer Uni lernen? Es gibt kaum eine Frage, die so entscheidend für den Studienerfolg ist wie diese. Kleine und große Probleme warten darauf, gelöst zu werden. Es braucht mehr Lernarbeitsplätze an beiden Uni-Standorten, längere Öffnungszeiten der Bibliotheken und nicht zuletzt weitere Anstrengungen im Kampf gegen die Anwesenheitspflicht. Und für all diese Ziele sind gute Ideen und große Anstrengungen nötig, denn Verbesserungen in unserem Sinne kommen nicht von allein, sondern nur durch unseren ganzen Einsatz.

Dazu gehört die Ausdauer, die es braucht, um den zuständigen Stellen der Universitätsleitung klar zu machen, dass es keinen Uni-Standort zweiter Klasse geben darf. Wir werden es nicht  hinnehmen, dass die Öffnungszeiten der Uni-Bibliothek in Wechloy weiterhin erheblich kürzer sind als die in Haarentor, sondern uns mit Nachdruck für eine Angleichung an den höheren Standard  einsetzen. Alle Studenten unserer Universität müssen unabhängig von ihrem Studienfach gleichen Zugang zu studienrelevanter Literatur haben, zu Gruppenarbeitsräumen und zu Lernarbeitsplätzen, die nahe an ihren üblichen Seminarräumen und Hörsälen liegen.

Auch finden wir es nicht nachvollziehbar, dass während in Wechloy die Mensa nachmittags als Lernbereich zur Verfügung steht, dies in Haarentor nicht der Fall ist. Wir wollen, dass auch die Mensa in Haarentor außerhalb der Mensa-Öffnungszeiten geöffnet wird und die bestehenden Tische und Stühle dort als Lernarbeitsplätze genutzt werden können. So wird die zu Stoßzeiten oft überlaufene Cafeteria entlastet.

Schließlich erfordert auch der Kampf gegen immer neue Versuche, entgegen dem üblichen Verfahren ohne die Beteiligung oder gegen den Willen studentischer Vertreter Anwesenheitskontrollen einzuführen, unsere volle Aufmerksamkeit. Für uns ist klar: Anwesenheitspflichten darf es nur in begründeten Ausnahmefällen und nach Einbeziehung der studentischen Vertreter geben. Eine generelle Anwesenheitspflicht widerspricht unserem Leitbild eines freien und selbstbestimmten Studenten, der selbst entscheiden kann, wie er sein Studium strukturiert und nur sich selbst und nicht der Universitätsleitung gegenüber die Verantwortung für sein Studium trägt. Die Erfahrung zeigt: Hervorragende Lehrveranstaltungen, die von guten und engagierten Dozenten gehalten werden, füllen sich ganz von selbst auch ohne Anwesenheitspflicht.

Mehr Lernarbeitsplätze, längere Bibliotheksöffnungszeiten, voller Einsatz gegen Anwesenheitspflicht im Studium: Diese und weitere Vorhaben wollen wir umsetzen – mit eurer Unterstützung und mit eurer Stimme. Damit die Universität ein wenig mehr zu unserer und auch zu deiner Uni wird!