Das Schattenkabinett und ein Zeichen für Europa

Das Schattenkabinett und ein Zeichen für Europa

24. April 2019 0 Von Jonathan Hungerland

Auf der konstituierenden Sitzung des Studierendenparlaments vom 24.4.-25.4. wurde der neue AStA und das Präsidium gewählt. Unser Antrag zum Hissen der Europaflagge während der Woche der Europawahl wurde verabschiedet. Hier findet ihr einen kurzen Überblick über die Referate und die Referenten. Die Highlights der Flaggendebatte dürfen auch nicht fehlen.

Hisst die Flagge!

Bild von pixel2013 auf Pixabay

Stellen wir doch das spannendste voran. Ein gemeinsamer Antrag von RCDS, der JuSo HSG und „Die Liste“ zum Hissen der Europaflagge während der Wahlwoche wurde angenommen. Dies ist ein Bekenntnis zu einem vereinten Europa, ein Hinweis zur Relevanz der Wahl und nicht zuletzt ein Symbol des Zusammenhalts.

„Wieso sollten wir das Bluttuch des deutschen Imperialismus aufhängen?“

Tarek Probst, Die Linke.SDS. Protokoll Zeile 2339

Die erste Kritik kam aus dem nicht nur geographisch linken Spektrum. Paul Gronau (JuSo HSG) stellte daraufhin die Bedeutung Europas als Friedensprojekt heraus. „Die EU als Friedensprojekt zu bezeichnen, das sind einfach fake News“ (Zeile 2345), schallte es von Joris Mettler, SDS, zurück. Dieser sieht sich selbst als „die Person zum Pöbeln“ (Zeile 1263) und ist entsprechend konstruktiv und respektabel. Er reduzierte anschließend die EU auf ein Wirtschaftsprojekt. Weitere Kritik an einer Ausbeutung anderer Staaten oder einem Machtmissbrauchs Deutschlands folgten. Schlussendlich fand sich mit Unterstützung aus der Liste Informatik und CGO eine Mehrheit für den Antrag.

Wenn ihr… dann will ich aber…

Direkt daran anschließend stellte Tarek Probst außerordentlich den Antrag zum Hissen der Flagge Israles am 14. Mai (Zeile 2392). Dieser Antrag hätte bereits vor der Sitzung gestellt werden können und wurde entsprechend abgelehnt. Kleiner Spoiler: Wir dürfen uns jetzt in der nächste StuPa-Sitzung damit befassen.

Eher schlecht als Recht

verlief die Wahl des Vertreters der Verfassten Studierendenschaft im Senat. Dieser hat im Senat eine beratende Funktion. Dazu schlugen wir Alexander Rapse, unseren Fraktionsvorsitzenden, vor, der bereits vom ehemaligen Senatsmitglied Dirk Stahlhut in die Arbeit im Senat eingewiesen wurde. Alexander, 28, hat bereits langjährige Erfahrung in der Hochschulpolitik. Die Koalition aus CGO, SDS und Liste Informatik hingegen hat zwei aufeinanderfolgende Fraktionspausen benötigt, um einen Kandidaten aufzustellen, der diesen Posten überhaupt übernehmen wollte.

Aufgestellt hat die Koalition schließlich Max Wevelsiep. Wie ihr unten sehen könnt, ist er des Weiteren AStA-Sprecher und war zu diesem Zeitpunkt auch schon gewählt. Es wird sich zeigen, ob Max die zusätzliche Belastung dieses Postens voraus gesehen hat. Es wird sich zeigen, ob er sich während dieses Jahres „einzuarbeiten“ und zu „vernetzen“ mag, sondern auch tatsächlich inhaltlich etwas bewirkt.

Das Präsidium

Das Präsidium nimmt hauptsächlich organisatorische und regulatorische Aufgaben wahr. Einen Überblick über das aktuelle Präsidium findet ihr hier. Zu den konkreten Aufgaben des Präsidiums schaut ihr hier

Das Schattenkabinett

Aus den Listen Campus Grün Oldenburg, der Liste Informatik und der Linke.SDS setzt sich der aktuelle AStA zusammen. Aufgrund des wiederholten Vorwurfs mangelnder Transparenz bezeichnen wir es liebevoll mit „Schattenkabinett“. Dass dieser Begriff bereits anderweitig genutzt wird, ist uns herzlich egal.

AStA-Sprecher: Max Wevelsie


Max Wevelsiep. Bildquelle

Max Wevelsiep ist 21 Jahre alt und studiert Sonderpädagogik und Sozialwissenschaften. Seit einem Jahr ist er Mitglied von CGO. Trotz geringer Erfahrung übernimmt er das Amt des AStA-Sprechers und des studentischen Vertreters im Senat. Das Mitglied des Campuskinos möchte sich besonders für Soziales, Nachhaltigkeit die kritische Lehre und die Vernetzung der Referate einsetzen. Hier gelangt ihr zur Selbstvorstellung des Sprecherteams.


Referat für politische Bildung:

Julia Strachnowski. Bildquelle

Julia (Die Linke.SDS) studiert Germanistik und Philosophie. Fokus ihrer Arbeit im Referat sollen Ideologiekritik und Hochschulpolitik sein.

Finja Krüger. Bildquelle

Finja studiert Sozialpädagogik und Philosophie. Sie möchte Vorträge und Workshops organisieren, beispielsweise für politische Bildung im schulischen Unterricht.


Referat für soziales und interne Hochschulpolitik: Katharina Corleis

Katharina Corleis. Bildquelle

Katharina war bereits in der Sozialberatung tätig und möchte auch ihr Referat als beratendes Angebot gestalten. Den Bereich Studieren mit Familie will sie – auch im Hinblick auf unkonventionelle Familienbilder – stärken.


Referat für Nachhaltigkeit:

Ann-Cathrin Neumann. Bildquelle

Ann-Cathrin studiert im 2. Semester Nachhaltigkeitsökonomie. Wichtig sind ihr Mobilität und ein veganes, ökologisches Mensaangebot.

Pierre Monteyne (kein Bild) ist 30 Jahre alt. Er hat bereits eine Ausbildung abgeschlossen, studiert jetzt Biologie und Politikwissenschaften und ist Miglied im Stadtrat. Er möchte beispielsweise das AStA-Land ausbauen.


Referat für Kultur, Sport und Events: Maximilian Linschmann

Maximilian Linschmann. Bildquelle

Maximilian ist Philosophie-Masterstudent. Er hat beispielsweise die offene Bühne am Unikum mit organisiert oder das Outstanding mit veranstaltet.Er möchte das Kulturticket und den Kulturticker ausbauen.


Referat für Hochschulgruppenförderung und Verwaltung:

Hannah Steinmetz. Bildquelle

Die 28-jährige studiert marine Umweltwissenschaften. Sie sieht den Ausbau der Funktionen der CampusCard und die Bearbeitung von Förderanträgen als ihren Aufgabenbereich.

David Dohman (CGO, kein Bild) studiert Umweltwissenschaften. In diesem Referat wird er sich um Cambio, den AStA-Shop und den AStA-Verleih kümmern.


Referat für extern Hochschulpolitik: Cleo Dethers

Cleo (CGO, kein Bild), 21 Jahre alt, studiert Gender Studies und Pädagogik. Sie möchte sich für die Finanzierung des studentischen Wohnens, Trans-/Intertoiletten und die Vereinheitlichung der Prüfungsordnungen stark machen.


Referat gegen Antisemitismus: Tarek Probst

Tarek Probst. Bildquelle

Tarekt Probst (SDS) sieht Antisemitismus als gesamtgesellschaftliches Problem, zu dessen Lösung er im Rahmen der Universität beitragen möchte. Dazu möchte er insbesondere mit Workshops für Lehramtsstudenten den Umgang mit Antisemitismus an der Schule vermitteln.


Referat für Antirassismus

Hodan Fara. Bildquelle

Hodan studiert im 8. Semester Pädagogik und hat vor ihrer Vorstellung bereits ein Konzept für ihr Referat entwickelt. Hodans Ziel ist das Aufbrechen gesellschaftlicher Strukturen, die von Rassismus profieren. Dies soll in Workshops, Podiumsdiskussionen und Arbeitskreisen geschehen.

Marie Wilken. Bildquelle

Marie ist im 8. Semester. Sie arbeitet in der Antidiskriminiergunsstelle Oldenburg im Bereich der politischen Bildung. Außerdem hat sie Erfahrung im Projekt „Schule ohne Rassismus“ und in der Öffentlichkteisarbeit. Damit möchte sie Hodan unterstützen.