Wie komme ich am besten zur Uni und nach meinen Vorlesungen wieder nach Hause? Die Frage der Verkehrsanbindung unserer Universität ist bei uns Studenten jeden Tag präsent. Und es tun sich viele Probleme auf: Busse sind auf den Hauptrouten überlastet, haben teilweise erhebliche Verspätungen und sind nicht immer ausreichend auf andere Angebote des ÖPNV abgestimmt, es fehlt, insbesondere in Wechloy, an Parkplätzen und die Fahrradstellplätze sind manchmal derart überfüllt, dass Fahrräder nur noch auf angrenzenden Wegen abgestellt werden können. Doch welche Möglichkeiten gibt es hier, Verbesserungen zu schaffen?

Mit dieser Frage haben wir uns intensiv befasst und viele Ideen gefunden, mit denen wir die Verkehrsprobleme an unserer Universität angehen wollen. Dazu gehören Maßnahmen zur Entlastung der Parkplätze, wie z.B. ein Parkleitsystem oder zusätzliche Stellplätze. Eine so prekäre Parkplatzsituation, wie es sie aktuell in Wechloy gibt, kann nicht langfristig geduldet werden. Das dauernde Manövrieren zwecks vergeblicher Parkplatzsuche belastet sowohl die Autofahrer, als auch durch erhöhten Schadstoffausstoß das Klima. Viele Studenten und Mitarbeiter der Universität sind auf das Auto angewiesen, z.B. weil sie pendeln müssen und ihr Wohnort nur unzureichend an das Nahverkehrsnetz angeschlossen ist. Die Interessen der Autofahrer einfach zu übergehen und mit dem frommen Wunsch zu überdecken, man sollte doch bitte einfach nicht mehr Auto fahren, ist für uns nicht akzeptabel. Welches Verkehrsmittel man wählen möchte bzw. wählen muss, ist der persönlichen Verantwortung jedes einzelnen überlassen und nicht Inhalt eines Erziehungsauftrages.

Nichtsdestoweniger wollen wir Anreize für umweltfreundliche Mobilität schaffen. Deshalb setzen wir uns auch weiterhin für den Ausbau der Fahrradstellplätze ein. Es kann nicht sein, dass Fahrradstellplätze teils derart überfüllt sind, dass Fahrräder auf angrenzenden Zugängen abgestellt werden müssen und so Rettungswege blockieren. Bereits vor über einem Jahr haben wir deshalb einen entsprechenden Antrag im StuPa gestellt, der auf die Überlastung des bestehenden Stellplatzangebotes hingewiesen und Besserungen angemahnt hat. Dass laut der Antwort auf eine Anfrage, die wir in der vergangenen StuPa-Sitzung gestellt haben, nun vom AStA endlich Maßnahmen wie ein Fahrradparkhaus zur Erhöhung der Kapazität auf den bestehenden Flächen ins Auge gefasst werden, begrüßen wir sehr.

Schließlich ist auch der öffentliche Personennahverkehr ein wichtiges Verkehrsmittel für uns Studenten. Da die Hauptstrecke mit den Buslinien 306/310 häufig überladen ist, schlagen wir u.a. stadtteilverbindende Buslinien und Expressbusse vom Hauptbahnhof zur Universität zu den Hauptstoßzeiten als Entlastungsmöglichkeiten vor. Auch wollen wir Bus und Schiene besser miteinander verzahnen. Das von uns geforderte landesweite Semesterticket soll die Mobilität darüber hinaus erhöhen und auch Studenten, deren Heimatort weiter entfernt liegt, die Anreise nach Oldenburg erleichtern.

Wir werden uns auch weiterhin für ein ausgewogenes Verkehrskonzept an unserer Universität einsetzen, dass niemanden außen vor lässt, die faire Berücksichtigung aller Betroffenen und von Umweltaspekten ermöglicht, offen ist für innovative Ideen und neue Wege geht, um den studentischen Belangen auch in Verkehrsfragen mehr Gehör zu verschaffen.